10 Fehler, die wir in Verlegeplänen für Fußbodenheizung am häufigsten sehen

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Ein Verlegeplan muss nicht perfekt sein, um zu funktionieren. Manche Fehler bemerken Sie aber erst, wenn der Estrich eingebracht ist, und dann lässt sich nichts mehr ändern. Die meisten sind zum Glück leicht zu erkennen, wenn Sie wissen, worauf Sie achten müssen. Diese zehn tauchen immer wieder auf.

1. Zu lange Heizkreise

Der Klassiker. Ein Wohnzimmer mit 25 m² in einem Heizkreis mit 15 cm Verlegeabstand ergibt schnell 170 Meter Rohr. Das Wasser kommt kaum durch, und die Pumpe muss für alle anderen Heizkreise stärker arbeiten. Halten Sie jeden Heizkreis unter etwa 100 Metern.

Oft steckt der Fehler nicht im Raum, sondern in der Anbindeleitung. Ein Heizkreis mit 88 Metern wirkt in Ordnung, bis Sie merken, dass der Verteiler 10 Meter entfernt steht und also noch 20 Meter hinzukommen. Warum es diese Grenze gibt, lesen Sie im Beitrag zur maximalen Heizkreislänge.

2. Große Unterschiede zwischen den Heizkreisen

Ein Heizkreis mit 44 Metern neben einem mit 118 Metern funktioniert vielleicht, aber der hydraulische Abgleich wird zum Puzzle. Der kurze Heizkreis muss stark gedrosselt werden, der lange bekommt trotzdem etwas zu wenig. Versuchen Sie, die Längen in derselben Größenordnung zu halten.

Balkendiagramm mit Heizkreislängen im selben Haus vor und nach der Neuaufteilung: von 44 bis 118 Meter zu 44 bis 72 Meter
Dasselbe Haus. Wohnzimmer geteilt und Schränke ausgespart: keine Ausreißer mehr.

3. Ein Verteiler in der hintersten Ecke

Der Heizkreisverteiler landet oft dort, wo noch Platz war: im Abstellraum, hinter der Waschmaschine. Die Folge: Jeder Heizkreis bekommt meterweise zusätzliche Anbindeleitung, und alle Leitungen müssen gemeinsam durch den Flur. Ein zentraler Standort spart schnell Dutzende Meter Rohr. Mehr dazu im Beitrag Der beste Platz für Ihren Heizkreisverteiler.

4. Leitungen quer durch einen anderen Heizkreis

Wenn die Leitungen des hinteren Raums durch den vorderen müssen, werden sie oft einfach über den Heizkreis dieses vorderen Raums gezeichnet. In der Praxis liegen sie dann zwischen den Rohren dieses Heizkreises oder kreuzen sie. Das Ergebnis ist ein warmer Streifen und ein Plan, den der Installateur selbst lösen muss.

Falsch und richtig: Anbindeleitungen quer durch den Heizkreis eines anderen Raums gegenüber einem freien Streifen entlang der Wand
Halten Sie einen Streifen an der Wand frei für die Leitungen, die hindurch müssen.

5. Zu viele Leitungen durch eine Tür

Zehn Heizkreise bedeuten zwanzig Rohre. Müssen die alle durch dieselbe Türöffnung, liegt dort ein Streifen Boden, der wärmer ist als der Rest des Hauses. Im Flur ist das kein Drama, an einer Schlafzimmertür schon. Dämmen Sie die Leitungen dort, wo sie zusammenlaufen, oder verteilen Sie sie auf mehrere Türen.

6. Rohre unter Schränken, Badewanne oder Kühlschrank

Unter einem festen Küchenschrank oder einer eingebauten Badewanne geht die Wärme verloren. Unter dem Kühlschrank arbeitet sie sogar gegen Sie. Trotzdem werden diese Flächen in vielen Plänen einfach mitbeheizt, weil die Küche noch nicht gezeichnet war, als der Verlegeplan entstand. Alles über diese Flächen lesen Sie im Beitrag Wo Sie keine Fußbodenheizung verlegen.

7. Bohrzonen vergessen

Ein Stand-WC wird im Boden verschraubt, ebenso Türstopper, der Fuß einer Treppe oder ein schwerer Schrank. Liegt dort ein Rohr, bohren Sie früher oder später hinein. Markieren Sie diese Stellen im Plan und halten Sie dort eine Zone von einigen Dutzend Zentimetern frei.

8. Ein Heizkreis über eine Dehnungsfuge

Estrich dehnt sich aus und schwindet. Große Flächen und L-förmige Räume bekommen deshalb Fugen. Ein Heizkreis, der über eine solche Fuge läuft, wird bei jeder Bewegung mitgedehnt. Jedes Feld sollte einen eigenen Heizkreis haben. Nur die Anbindeleitungen dürfen eine Fuge kreuzen, in einem Schutzrohr. Mehr dazu im Beitrag zu Dehnungsfugen und Bewegungsfugen.

9. Ein Verlegeabstand für das ganze Haus

Überall 15 cm ist einfach, aber selten ideal. Ein Bad braucht mehr Wärme, ein Schlafzimmer weniger, und mit einer Wärmepumpe verlegen Sie in den Wohnräumen eher enger. Wählen Sie pro Raum. Wie, steht im Beitrag Verlegeabstand: 10, 15 oder 20 cm. Auch die Wahl zwischen Schnecke und Mäander hängt vom Raum ab, siehe Schnecke oder Mäander.

10. Kein Plan und keine Fotos danach

Das ist vielleicht der häufigste Fehler und zugleich der unsichtbarste. Sobald der Estrich liegt, weiß niemand mehr genau, wo die Rohre verlaufen. Bewahren Sie den Verlegeplan als PDF in Ihren Bauunterlagen auf. Machen Sie außerdem von jedem Raum Fotos, bevor der Estrich eingebracht wird, mit einem Zollstock an der Wand im Bild. In zehn Jahren, wenn Sie eine Küche austauschen oder einen Schrank festschrauben wollen, werden Sie sehr froh darüber sein.

Schnell prüfen

Gehen Sie Ihren Plan mit diesen Fragen durch:

Möchten Sie den Plan von Grund auf erstellen, folgen Sie der Anleitung in sieben Schritten. Und wie Sie einen Raum in Heizkreise aufteilen, ohne in Fehler 1 oder 2 zu tappen, lesen Sie im Beitrag Wie viele Heizkreise brauchen Sie?

In der Fußbodenheizungsplan-App sehen Sie die Länge jedes Heizkreises in der Heizkreistabelle. Damit fangen Sie die ersten beiden Fehler ab, bevor Sie sie machen.

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